
3. Liga
MISSION AUFSTIEG
„Dieser Verein gehört wieder in die 2. Liga“
Der SV Horn bastelt am Wiederaufstieg, will die Regionalliga Ost im Jahr nach dem Abstieg wieder in Richtung Liga Zwei verlassen. Sportdirektor Andreas Zinkel sprach mit der „Krone“ über Ambitionen, Möglichkeiten und strategische Partner.
„Wir wollen wieder in die zweite Liga aufsteigen. Ob als Meister oder Zweiter, ist für uns aktuell nicht irrelevant“, findet Horn-Sportdirektor Andreas Zinkel klare Worte. Die Waldviertler liegen aktuell drei Zähler hinter dem zweiten Tabellenplatz, der ja bekanntlich für den Aufstieg reichen würde. Neben Oberwart hatte man als einziger Verein um die Lizenz für die zweite Liga angesucht. Die Burgenländer kamen im Frühjahr bislang noch überhaupt nicht in die Gänge, rangieren nur noch auf Platz neun.
Titel ist kein Thema
Ebenso bislang Ostliga-Spitzenreiter Leobendorf, der im Frühjahr aus vier Spielen nur drei Zähler holte, der Vorsprung von zwölf Punkten schrumpfte auf sieben. Dennoch möchte man in Horn vom Meistertitel nichts wissen. „Leobendorf hat sich den Titel verdient, spielt eine unfassbar starke Saison. Sie sind zu weit vorne, werden sich das nicht nehmen lassen“, winkt Zinkel vor dem Spiel am Freitag (19.30 Uhr) gegen den Tabellenführer ab.
Nötige Infrastruktur gegeben
So ähnlich auch der Tenor unter den Zuschauern beim Lokalaugenschein der „Krone“ in der Sparkasse Arena. „Der Aufstieg wäre für den Verein enorm wichtig, zu unserem Glück muss man dafür heuer nicht Erster werden. Der Verein gehört in die zweite Liga, alleine wegen der Infrastruktur“, erzählt ein Anhänger. Die Horner Heimstätte wurde zuletzt im Jahr 2016 renoviert, hat Platz für bis zu 4000 Zuseher.
Neben einem überdachten Gästesektor und einer Sitzplatztribüne gibt es auch zwei unüberdachte Stehplatz-Tribünen und einen großen VIP-Bereich. „Es wäre schade, wenn in diesem Schmuckkästchen länger kein 2.Liga-Fußball gespielt wird.“
„Wünschen uns wieder mehr Zuseher“
Zum Aufstieg gehört aber mehr als ein taugliches Stadion. „Um auf diesem Niveau spielen zu können, egal ob in der 3. Liga oder darüber, brauchen wir einen oder mehrere strategische Partner“, erklärt Zinkel. Für diese und potenzielle Sponsoren möchte man sich eine Etage höher in die Auslage spielen. Und auch die Zuschauerzahlen wieder in die Höhe schrauben: „Es ist mehr möglich, gibt in der Nähe keinen Zweitligisten. Ich wünsche mir wieder Zuschauerzahlen jenseits der 1000er-Marke.“ Das war zuletzt in der Saison 2019/20 der Fall, in den späten 00er und frühen 10er-Jahren in Horn allerdings immer der Fall. Kurios: Aktuell kommen zu Heimspielen in der Regionalliga Ost im Schnitt 422 Leute, in der Vorsaison waren es eine Liga darüber nur 331.
Kilian Wazik
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Bild: Kilian Wazik

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